“Muchas Gracias otra vez, los Votavas”

“Muchas Gracias otra vez, los Votavas”

 

Mehr Informationen zu dem Projekt: www.musikerohnegrenzen.de

Musiker ohne Grenzen e.V. hilft beim Aufbau einer Musikschule in einem sozialen Brennpunkt Guayaquils, Ecuador, durch Musikunterricht sowie Sach- und Geldspenden. Jede Spende hilft uns dabei, die Lebensbedingungen vor Ort zu verbessern.
— Christoph Hanssen vom Musiker ohne Grenzen e.V.
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Misión cumplida. Es hat ein paar Monate gedauert, aber nun haben wir bis auf einige wenige Boxen, die noch erworben werden können, die erste Votava-Box verkauft. Wir bedanken uns bei allen Supportern, Künstlern, Musikern, Plattenläden und Menschen, die uns unterstützten und die Spende von drei AKAI MPD218 ermöglicht haben. Christoph Hanssen, Projektleiter von Musiker ohne Grenzen, wird die Geräte in das Projekt Guayaquil/Ecuador verschicken. Dort werden sie in einem Studio innerhalb einer Musikschule eingesetzt, so dass die Menschen dort die Möglichkeit haben Beats zu basteln und an Producer-Workshops teilzunehmen. Christoph wird uns auf dem Laufenden halten und, wenn sich die Möglichkeit ergeben sollte, wird es eines Tages ein Votava-Release von einem Beatsmith aus Guayaquil geben.

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Clave de Sur ist das älteste von sieben Musikschulprojekten der Hamburger Organisation „Musiker ohne Grenzen e.V.“. Im Hafenviertel Guasmo Sur der ecuadorianischen Stadt Guayaquil, ist es sein Ziel, auch Menschen aus ärmeren Bedingungen den Zugang zur Musik zu ermöglichen. Jedes Jahr reisen vorwiegend deutsche Freiwillige dorthin, um durch ehrenamtlichen Musikunterricht das Projekt zu unterstützen. Neben der Motivation in der Musik ist besonders das Gemeinschaftsgefühl im Freundeskreis der Musikschule sehr ausgeprägt. Täglich trifft man sich zum Musik machen. Deutsche Freiwillige werden hierbei nicht nur als Musiklehrer gesehen, sondern auch als enge Freunde. 
Bis heute hat „Clave de Sur" für viele Jugendliche des Guasmo Sur eine neue Perspektive geschaffen. Eine überdurchschnittlich hohe Zahl an Musikschulmitgliedern geht heute einem Beruf oder Studium nach. In den letzten Jahren hat sich die Bandenkriminalität deutlich verringert und das Leben ist wesentlich sicherer geworden – möglicherweise auch durch den Einfluss der Musikschule.
Die Initiatorin des Projekts, Magdalena Abrams, hatte 2005 gerade ihr Abitur abgeschlossen, als sie nach Guayaquil kam. Im Guasmo Sur zeigte sie den Jugendlichen erste Grundkenntnisse auf verschiedenen Instrumenten ohne Absichten auf ein langfristiges Projekt. Nachdem sie Jahr für Jahr zurückkehrte und immer mehr Freunde begeistern konnte, sie zu begleiten, wurde schließlich die Organisation „Musiker ohne Grenzen e.V.“ und die Musikschule „Clave de Sur“ ins Leben gerufen.
Geleitet wird das Projekt heute von zwei Ecuadorianern, die selbst im Guasmo Sur leben. Ohne dieses Organisations-Team wäre eine erfolgreiche Arbeit mit öffentlichen Konzerten, Integrationsreisen und vieles mehr kaum denkbar. Obwohl die Koordinatoren andere Tätigkeiten verfolgen (Job o.ä.), begeistern sie sich für die zeitaufwendige Strukturierung der Musikschule.
Neben dem Instrumentalunterricht gibt es diverse Ensembles. Die Freiwilligen verfolgen und unterstützen verschiedenste Ideen der Musikschüler. So gibt es zurzeit eine Funk- und eine Rock-Band, die beide nur aus Ecuadorianern bestehen, einen Chor, eine Geigengruppe und eine Bläsergruppe. Außerdem wird Deutschunterricht  angeboten.